Die Aktion "Lieber Jens"

Liebe Kolleginnen,

ich bin heute über die Aktion "Lieber Jens" gestolpert und möchte Euch gleich darüber informieren.

Aktivistinnen aus Berlin haben die Aktion ins Leben gerufen, um unseren Gesundheitsminister über die Missstände in unserem Bereich zu informieren, beziehungsweise mehr Druck aufzubauen. Nach ihrer Auffassung, die ich absolut teile, müssen sich folgende Dinge in Deutschland ändern:

  • Schwangere Frauen müssen mitunter bis zu 80 Hebammen kontaktieren, um eine zu finden.
  • Unter Wehen werden Frauen von der Klinik abgewiesen, selbst wenn sie angemeldet sind. Weil der Kreißsaal überbelegt oder unterbesetzt ist.
  • Hebammen im Kreißsaal müssen bis zu vier Frauen gleichzeitig betreuen.
  • Frauen müssen unter Wehen lange Wege fahren, weil die Geburtshilfeabteilung in ihrer Nähe geschlossen wurde.
  • Freiberufliche Hebammen müssen 20 und mehr Frauen täglich absagen, weil ihre Kapazitäten erschöpft sind.
  • Frauen, die im Geburtshaus oder zu Hause ihr Kind zur Welt bringen möchten, füllen die Wartelisten der Hebammen. (Und dann kann in den Häusern oft nur die Geburt begleitet werden, nicht das Wochenbett.)
  • Immer mehr Frauen haben keine Betreuung während der Schwangerschaft und im Wochenbett.

(Quelle: www.lieberjens.de)

Ziel der Aktion ist es, mit starken und persönlichen Nachrichten sich direkt an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zu wenden, "um mit viel Post individuell auf die unhaltbaren Zustände in Deutschland aufmerksam zu machen." (lieberjens.de) Es gibt bereits vorgeschriebene Karten, die Ihr verschicken könnt, gerne könnt Ihr aber auch frei einen Text schreiben mit allem, was Euch auf dem Herzen liegt.

Die Idee zur Aktion kommt aus Neuseeland, wo auch bereits Hebammen an Ihren Gesundheitsminister appellieren, aktiv zu werden. Die Aktion nennt sich hier "Dear David".

Ich bin total begeistert und hoffe, dass Ihr die Aktion unterstützt!

Bis bald,

eure Rita

 

www.lieberjens.de

https://www.facebook.com/lieber.jens.90

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